Vampyroteuthis Invernalis

Miki Malör


Performance 8. - 26. September 1999
Salle de Bal, Wien

Eine Expedition un den Raum zwischen Denkbarem und Darstellbarem.
Wir untersuchen die Lebensfunktionen einer Spezies, die dem Kulturleben des Menschen spiegelartig entgegengehalten werden kann. UNTERWASSER.
Der Mensch in seinem Wirbeltierdasein soll vom Standpunkt eines Wischtieres aus, der „höllischen Vampirtintenschnecke“, kritisiert werden. ÜBERWASSER.

Die Performance.
Ein Raum, frei zu erkunden. Ein Objekt, Tiefsee und Präperat zugleich.
Eine Frau, ein Mann, ein DRITTES.
Saugnäpfe, Wutsprudel, Bleischuhe.

Etwas Wabbeliges, das einen Willen hat, was könnte entsetzlicher sein. Von Hass durchdrungener Schleim. (Victor Hugo)

Erhobene intelligente Bäuche. Die von Vampyroteuthis aufgefasste Welt ist ein flüssiger zentripetaler Strudel. Seine Auffassungsform ist passiv, passionell, leidenschaftlich. (Vilém Flusser)

Jede Expedition wird füher oder später auf Vampyroteuthis stoßen. Denn sein Habitat ist nicht nur die Tiefe etwa im Chinesischen Meer, sondern ebenso die Tiefe in unserem Inneren.

Projektleitung und Vampyroteuthis infernalis: Miki Malör
Forscherteam: Petra Jeup, Amadeus  Kronheim
Assistenz: Helmut Schütz

http://www.maloer.org/vampy.htm.en