„Ekkyklema der Medien. Von der Reproduktion von Kunstwerken zur Konstruktion von Kommunikationsgemeinschaften“
9th International Flusser Lecture
Bei der medientheoretischen Reflexion wurde jahrzehntelang der Aspekt der Reproduktion überbetont. Die daran geknüpften neuen Bedingungen der Distribution und Kommunikation wurden vernachlässigt. Vilém Flusser war einer der wenigen Theoretiker, der die kommunikative Dimension der Medien in den Mittelpunkt seiner Theorie gestellt hat. Im Zeitalter der globalen Vernetzung erweist sich Flussers Insistenz auf der Distributions- und Kommunikationsleistung der Medien als wegweisend. Die Umwandlung von einer Nahgesellschaft, die auf der Datenverarbeitung natürlicher Sinnesorgane beruht, zu einer Ferngesellschaft, in der Daten mit Hilfe telematischer Medien prozessiert werden, hat er als einer der ersten zumindest in Konturen beschrieben. Wie nach der Krise der Visualität auf den Ruinen der Repräsentation eine neue Kultur und eine neue soziale Gemeinschaft errichtet werden kann, ist eine Frage, die seine Medientheorie aufwirft.
Peter Weibel, geboren 1944 in Odessa, Künster, Ausstellungskurator und Kunst- und Medientheoretiker, ist Vorstand des ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Er war u.a. künsterlischer Berater - später Leiter - der Ars Electronica in Linz, Direktor der Instituts für Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt/Main und seit 1984 Professor für visuelle Mediengestaltung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien.
Stattgefunden am Dienstag, 24. April 2001.
Publikation unter anderem Titel:
Peter Weibel Time Slot. Geschichte und Zukunft der apparativen Wahrnehmung vom Phenakistiskop bis zum Quantenkino. Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2006 ISBN: 3-88375-971-6
Peter Weibel, geboren 1944 in Odessa, Künster, Ausstellungskurator und Kunst- und Medientheoretiker, ist Vorstand des ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Er war u.a. künsterlischer Berater - später Leiter - der Ars Electronica in Linz, Direktor der Instituts für Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt/Main und seit 1984 Professor für visuelle Mediengestaltung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien.
Stattgefunden am Dienstag, 24. April 2001.
Publikation unter anderem Titel:
Peter Weibel Time Slot. Geschichte und Zukunft der apparativen Wahrnehmung vom Phenakistiskop bis zum Quantenkino. Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2006 ISBN: 3-88375-971-6

