„Von der Zoosemiotik in AVIGNONumérique“

5th International Flusser Lecture
Louis Bec

1. Februar 2000


Louis Becs Vortrag präsentiert die verschiedenen Stadien seiner Untersuchungen zu den Verständigungsweisen von Tieren und ihre Konsequenzen auf die Errichtung einer numerischen Stadt, Avignon, die Europäische Kulturstadt des Jahres 2000. Sein Vortrag fragt danach, auf welche Weise verschiedene Organismen wie „Sulfanograden“, „Cephalopoden“ und elektrische Fische miteinander kommunizieren und wie im Vergleich dazu eine Stadt und ihre Bewohner mittels künstlerischer und wissenschaftlischer Aktivitäten und technologischer Vernetzung kommunizieren können.

Louis Bec, geboren 1936 in Algier, Algerien, lebt in der Provence. Er gründete 1972 das Wissenschaftliche Institut für Paranaturalistische Forschung, dessen Präsident er ist. Es ermöglicht ihm seine Untersuchungen heuristischer Systeme: Upokrinomene und Upokrinomenologie. Als einziger lebender Zoosystemiker beschäftigt er sich mit der auf Artificial Life und Technozoosemiotik basierenden fabulatorischen Epistemologie. Teilnahme an zahlreichen internationalen Ausstellungen und Symposien, Organisator von „LE VIVANT ER L`ARTIFICIEL“, Festival d´Avignion 1984, „ART/COGNITION“, Aix en Provence 1996/97, „EMAITRE“, telerobotisches Projekt mit Partnern in Moskau und Genua, 1998. Kurator von „AVIGNONumérique“ für die Europäische Kulturstadt 2000“. Publikationen u.a. gemeinsam mit Vilém Flusser: Vampyroteuthis infernalis, 1987.