Auch um seine in den sechziger Jahren in São Paulo entwickelte Kommunikationstheorie zu rekapitulieren, folgt Vilém Flusser der Einladung von Friedrich Kittler u.a. und hält im Sommersemester 1991 Vorlesungen an der Ruhr-Universität in Bochum. Als dritten und vielleicht sogar wichtigsten Punkt nennt Flusser „die Maschine“, den Audiorecorder also, der die in freier Rede gehaltenen Vorträge zu „Kulturkritik“, „Menschliche Kommunikation“ und „Kommunikationsstrukturen“ aufzeichnet. Die hohe Relevanz spricht Flusser der Audioaufzeichnung zu, weil er annimmt, der freie Vortrag gebe ein freieres Denken wieder. Mit dem Durchgang durch die Schreibmaschinentasten mit denen das Denken auf das Papier gebracht wird, werde die Lebendigkeit des Denkens beschnitten.
Die Netzedition der Bochumer Vorlesungen (Hauptseminare „Was ist menschliche Kommunikation?“ und „Kommunikationsstrukturen“ und Proseminar „Kommunikologie als Kulturkritik“) gibt die Rede Flussers und seine Diskussionen mit den Studierenden und Kolleginnen vollständig wieder – soweit die Aufzeichnungen vorhanden sind – und verbindet sie mit einem Transkript, welches das Audio als Lauftext begleitet, um die Verständlichkeit zu gewährleisten. Skizzen und Diagramme, die Flusser während seiner Vorträge auf eine Tafel zeichnete, können nur ergänzt werden, wenn Flussers Studentinnen und Studenten 1991 in Bochum diese zur Verfügung stellen. Mit ihrer Hilfe könnte durch die Edition der Bochumer Vorlesung ein Stück Mediengeschichte vervollständigt und den heutigen Studierenden zugänglich gemacht werden.
Die Netzedition der Bochumer Vorlesungen (Hauptseminare „Was ist menschliche Kommunikation?“ und „Kommunikationsstrukturen“ und Proseminar „Kommunikologie als Kulturkritik“) gibt die Rede Flussers und seine Diskussionen mit den Studierenden und Kolleginnen vollständig wieder – soweit die Aufzeichnungen vorhanden sind – und verbindet sie mit einem Transkript, welches das Audio als Lauftext begleitet, um die Verständlichkeit zu gewährleisten. Skizzen und Diagramme, die Flusser während seiner Vorträge auf eine Tafel zeichnete, können nur ergänzt werden, wenn Flussers Studentinnen und Studenten 1991 in Bochum diese zur Verfügung stellen. Mit ihrer Hilfe könnte durch die Edition der Bochumer Vorlesung ein Stück Mediengeschichte vervollständigt und den heutigen Studierenden zugänglich gemacht werden.
Vilém Flusser, Bochumer Vorlesungen 1991, hg. v. Silvia Wagnermaier u. Siegfried Zielinski, progr. v. David Link (flusserstream, 2005)
Diese Audio-Text-Edition wurde im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten „Intermedialien Editionsprojektes“ konzipiert und realisiert. © Edith Flusser und das _Vilém_Flusser_Archiv
Diese Audio-Text-Edition wurde im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten „Intermedialien Editionsprojektes“ konzipiert und realisiert. © Edith Flusser und das _Vilém_Flusser_Archiv

